Absorptionsfilter
dämpfen oder blockieren unerwünschte Wellenlängen mithilfe der Absorptionseigenschaften von Materialien wie Farbglas, Farbstoffen oder Folien. Beim Durchgang des Lichts durch den Filter werden bestimmte Wellenlängen vom Material absorbiert und ihre Energie in Wärme oder Anregungsenergie umgewandelt, während andere Wellenlängen transmittiert werden.
Reflexionsfilter
(in der Regel Interferenz- oder dichroitische Filter) erzielen die Filterwirkung durch den Interferenzeffekt mehrerer dünner Schichten. Auf ein Glassubstrat werden abwechselnd Schichten mit hohem und niedrigem Brechungsindex aufgebracht. Beim Lichteinfall interferieren die verschiedenen Wellenlängen innerhalb des Mehrschichtsystems: Wellenlängen, welche die Bedingung für konstruktive Interferenz erfüllen, werden verstärkt transmittiert, während andere destruktiv interferieren und reflektiert werden.
Spektrale Merkmale
Absorptionsfilter weisen in der Regel einen breiten Transmissionsbereich auf und können extrem schmale Durchlassbereiche oder steile Kanten nur schwer erreichen. Ihre Spitzentransmission ist durch das Material selbst begrenzt und liegt gewöhnlich unter der von Interferenzfiltern. Darüber hinaus ist die Auswahl an verfügbaren Farbgläsern begrenzt, wodurch auch der wählbare Wellenlängenbereich eingeschränkt wird.
Reflektierende Interferenzfilter lassen sich dagegen präzise so auslegen, dass sie extrem schmale Bandpass- oder steilflankige Sperrkantencharakteristiken bieten.
Thermische Stabilität und Laserzerstörschwelle
Absorptionsfilter absorbieren während des Betriebs große Mengen optischer Energie, wodurch leicht thermische Effekte entstehen können.
Reflexionsfilter werden dagegen häufig mit Hartbeschichtungsverfahren (wie Ionenstrahlsputtern) hergestellt, wodurch sie eine höhere Laserzerstörschwelle und eine bessere thermische Beständigkeit aufweisen.
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